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Selbst/Bilder [AHA]
Index: Fitness

Kurzbeschreibung

Selbst/Bilder Projekt II.
Fitness


Als Jahresprojekt im Kunstverein Wolfsburg wurde das Projekt FITNESS auf zwei Ebenen realisiert. Erstens durch die vorbereitende und begleitende Recherchearbeit und zweitens durch die konkrete Zusammenarbeit mit Wolfsburger Fitness-Studio-Nutzern. (siehe auch Projektbeschreibung: Zu Körperpolitik und Medienbildern)

Körperbilder, wie sie in Zeitschriften, Magazinen, Comics oder Filmen gegenwärtig sind, verdeutlicht, dass Medienidole und Lifestylemagazine den Prototyp einer muskulösen, dynamischen aber auch starken, eigensinnigen und heldenhaften Figur präsentieren.

Die alltägliche Präsenz dieser formbaren Körper und ihr Medien vermitteltes Ideal in der Ambivalenz von Schönheit und Souveränität interessierte mich fïr das Projekt.

Eine Aerobic orientierte Gruppe von Fitness-SportlerInnen, einige 'Bodybuilder' und eine, von mir so genannte 'Trendsportlerin', alle vornehmlich aus dem Arbeiter- und Angestelltenmilieu Wolfsburgs, haben an diesem Projekt teilgenommen. Entsprechend der unterschiedlichen Teilnehmergruppen, kam es zu verschiedenen Bildserien:

Die Schwarz-Weiss-Fotos: Die Gruppe der Fitness-Sportler griff das Angebot einer fotografischen Inszenierung auf. In der Folge zweier 'Foto-shootings' entstanden Schwarzweissbilder, deren Ästhetik sich an Modefotografie orientierte.

Die Filmstills (oder Werbeplakate): In einer weiteren Bildserie wurden die Fotos der Projektteilnehmer in die Stadtkulisse von Wolfsburg montiert. Diese Darstellungsform greift neben der Selbstinszenierung der Sportler auch die Imagekampagne der Stadt Wolfsburg auf.

Das Aerobic-Video: Mit Blick auf die zeitgenössische Musikclipästhetik kam es zur Produktion eines Aerobic-Musik-Videos. Bei der Produktion des Videos begannen die Beteiligten massgeblichaktiv zu werden und ihre Choreografien für die filmische Darstellungzu entwerfen.

Das Bodybuilder-Video: Als Industriestandort hat Wolfsburg eine zwar kleine aber kontinuierliche Bodybuildertradition und "Mr. Universum 1999" wohnt dort. Aus der Zusammenarbeit entstand ein Video, das Bildmaterial der Mr. Universum Endkampfausscheidung von 1998 und Interviewsequenzen zu einem Porträit verschränkt.

Der Comic: Der Comic, der als dritte Position aus der Zusammenarbeit mit der 'Trendsportlerin' entstanden ist, thematisiert das kämpferische Moment der Selbstbehauptung. Fitness ist 'fit for fight' angesichts einer Lebenssituation, die souveräne Strategien der Durchsetzungsfähigkeit verlangt.

Abgeschlossen wurde diese Arbeit in Wolfsburg durch eine Ausstellung im Kunstverein, in der die Recherchematerialien, die Bilder und Videos präsentiert wurden.