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Selbst/Bilder [AHA]
Index: Utopien&Visionen

Kurzbeschreibung

Selbst/Bilder Projekt III.
Utopien&Visionen


Der thematische Schwerpunkt des Projekts: Visionen&Utopien ergab sich aus der inhaltlichen Ausrichtung des Ausstellungsprojekts Museutopia am Karl Ernst Osthaus-Museum. (siehe auch Projektvorschlag: Zur Bilderwelt der Wunschgesellschaft)

Es ging darum, die lokalen und individuellen Utopien und Visionen der Personen vor Ort zu thematisieren und bildlich zu spiegeln. Dabei stand auch die Auseinandersetzung mit der Stadt Hagen zur Disposition.

Eine Recherche vor Ort über die relevanten Themen der Region bildete den Auftakt des Projekts. Eine fotografische Bestandsaufnahme erfolgte, Gespräche aller Art wurden geführt.

Die Bestandsaufnahme erhebt dabei keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern folgt dem Prinzip der individuellen und kontingenten Untersuchung.

Die Gesprächspartner ergaben sich aus Zufall oder aus persönlichen Empfehlungen, die Fotografien entstanden im Zuge erforderlicher Wegstrecken.

Zugleich ging es mir aber darum, gezielt diejenigen Millieus ausfindig zu machen, die nicht die kulturellen oder politische Elite vor Ort darstellen. Entsprechend haben sich die Untersuchungen auf soziale oder stadtteilkulturelle Einrichtungen bezogen, sowie die privaten Eigenheiten der Hagener Bürger in den Blick genommen.

Das Projekt hat sich in drei inhaltliche Schwerpunkte mit unterschiedlichem Gewicht ausdifferenziert.

Eher am Rande stand die Auseinandersetzung mit der für Hagener Bürger und Bürgerinnen sehr wichtigen Utopie vom Eigenheim. Das Stadtplanungsamt stand hier als Ansprechpartner zur Verfügung und hat Planungskonzepte und Flächennutzungspläne zur Verfügung gestellt. Private Meinungen von Hausbesitzern wurden eingeholt. Ein Plakat ist entstanden.

Ins Zentrum der konkreten Projektarbeit rückte die Kooperation mit einer Gruppe alleinerziehender Mütter in der Sozialhilfe, die sich in einer Maßnahme zur Qualifikation für den ersten Arbeitsmarkt befanden. Das Thema Arbeit und die utopische Dimension einer arbeitsfreien Gesellschaft wurde hier relevant - und durch die individuelle Selbstdarstellung, persönliche Erfahrung und private Meinung der Frauen gespiegelt. Fotoporträts, Texte und ein Video sind als Ergebnis aus dieser Zusammenarbeit entstanden.

Schließlich stand die Stadt Hagen und die Stadtplanung zur Disposition, weil der Ort sich zwischen Strukturkrise und Konsumentenvision, Identitätskrise und Stadterneuerung befindet. Das Internetforum stellt hierfür ein Werkzeug dar, dass es Hagener Bürgern und Bürgerinnen ermöglichen sollte, diesen Befund zu diskutieren und mit ihren utopischen Vorstellungen anzureichern.

Alle Dokumente, Bilder, Materialien, Karten und Pläne, die im Laufe der Projektphase entstanden sind bzw. sich angesammelt haben, sind in einem Archivschrank versammelt, der sich im Karl Ernst Osthaus-Museum befindet.